Trennung und Scheidung

Kinder haben das Recht, mir ihrer Mutter und Ihrem Vater zusammen zu sein. Wenn die Eltern getrennt leben, haben die Kinder das Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen.

Begleiteter Umgang, Beratung und Vorgehensweise

1. Beratung im Vorfeld (Fachliche Beratung als neuen Baustein im Kontext zum Elternkonsens)

  • Zeitnahe gemeinsame Beratungsgespräche der Eltern im Vorfeld einer etwaigen Eskalation (ca. 3 - 5 Gespräche)
  • Beschreibung der gegenwärtigen Situation
  • Erarbeiten eigener Lösungsmöglichkeiten
  • Aushandeln von Verfahrensmöglichkeiten und zukünftiger Umgangsregelungen
  • Individuelle Umsetzung der Bedingungen
  • Gemeinsam Entscheidungen treffen
  • Möglicher Ausschluss der Rechtsanwälte für eine gewisse Zeitspanne

2. Begleiteter Umgang
Das Projekt "Begleiteter Umgang" fördert, ermöglicht und begleitet die Besuchskontakte zwischen Kind und umgangsberechtigtem Elternteil. Ziel der Umgangsbegleitung ist die Anbahnung, Wiederherstellung oder Weiterführung der Kontakte. Ein Begleitperson des Kinderschutzbundes ist anwesend, hält sich aber mehr im Hintergrund und interveniert nur dann, wenn Unterstützung notwendig ist. Für die Umsetzung wird eine Vereinbarung mit den Eltern getroffen. Dazu laden wir die Eltern zu Einzelgesprächen ein. Nach ca. 3 - 5 Umgangsterminen werden gemeinsame Beratungsgespräche angestrebt. Diese sind im Hinblick auf die Fortführung des Umgangs und zukünftiger Umgangsregelungen von großer Bedeutung.

3. Beschützter Umgang
Ein intensivierter begleiteter Umgang bei Verdacht des sexuellen Missbrauchs oder häuslicher Gewalt. Hier ist die stetige Anwesenheit einer Begleiterin zum Schutz des Kindes gewährleistet.

4. Begleitete Übergabe
Eine Begleitperson des Kinderschutzbundes arrangiert die Übergabe des Kindes. Das Kind wird vom Umgangsberechtigten z.B. für einige Stunden nach Hause, auf den Spielplatz usw. mitgenommen. Auch hier wird mit den Eltern eine konkrete Umsetzung ausgehandelt. Nach den Einzelgesprächen finden auch in diesem Fall nach ca. 3 - 5 Umgangsterminen, gemeinsame Beratungsgespräche statt.